Der Knappensee - In Erinnerungen baden...
Tagebau, kleine Ostsee der DDR, Sanierungsfall und Hoffnungsträger
Die Badesaison ist eröffnet - Die Energiefabrik holt den Sommer in die kühle Jahreszeit. In der neuen Sonderausstellung bewegt man sich durch Jahrzehnte, Erinnerungen und Emotionen. Und das nur einen Kilometer vom Knappensee-Ufer entfernt.
Wann beginnt die Geschichte des Knappensees - 1913 mit dem Aufschluss des Tagebaus Werminghoff I, 1945 mit der unkontrollierten Flutung der Grube, 1955 mit der Erstellung des ersten Naherholungskonzeptes?
Die Geschichte des Sees ist auf jeden Fall sehr vielschichtig, ebenso seine Nutzung als Staugewässer, als Anglerparadies und als Urlauber-Eldorado zu DDR-Zeiten. Und genauso vielschichtig und individuell sind die Erinnerungen an diesen See, der in den 1990er-Jahren wie so vieles in den Neuen Bundesländern an Beliebtheit einbüßte und trotz nennenswerter Invesitionen seinen Zenit überschritten hatte.
Doch die größte Zäsur folgte erst mit der bis dahin in diesem Umfang nicht erfolgten bergtechnischen Sanierung der instabilen Kippenbereiche. Die erfolgte zunächst nebenbei im laufenden Betrieb, ab 2014 dann unter Vollsperrung des Sees. Mit dramatischen Folgen für alle, die sich in irgendeiner Form am See eingerichtet hatten.
Und was bringt die Zukunft?
Diese Ausstellung, konzipiert vom Schloss- und Stadtmuseum Hoyerswerda, widmet sich all diesen Facetten. Kommen Sie vorbei und baden Sie mit uns in Erinnerungen!
Eröffnung: Samstag, 11. Oktober ,17 Uhr - Eintritt frei. Gegen 18 Uhr Einweihung des Seenland-Modells, gegen 19 Uhr Barock- und Höhenfeuerwerk vor der Fabrik.